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Stand: 29.Jul 2010

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Red Hat Linux 7.2 Enigma

Die Distribution von RedHat ist, gemessen an dem Alter anderer Distributionen, mit seinen 4 Jahren nicht gerade die älteste auf dem Markt.

Wo bekomme ich Redhat Linux 7.2?

Neben der Kauf-Version inkl. Handbücher, welche über den normalen EDV- und Buchhandel erhältlich sind, existiert auch eine kostenlos downloadbare ISO Version der Distribution. Die ISO-Dateien, die auf eine CD gebrannt werden können, sind per FTP öffentlich zugänglich.

Nach dem Brennen der ISO-Dateien auf die CDs, können diese gebootet werden. Die Installation startet standardmäßig mit einem grafischen UI, was besonders für Linux-Neulinge, welche an die grafische Windowsinstallation gewohnt sind, von Vorteil ist.

Die Installation ...

Die Installation hebt sich durch eine saubere Oberfläche, und einen problemlosen Ablauf hervor. Es steht einem frei, ob man etwa selbst die Partitionen erstellen, die Paketauswahl treffen möchte, oder dies lieber dem Installationsprogramm überlässt. Auch bei der automatischen Hardwareerkennung wurde viel geleistet, so wurde auch etwas seltenere Hardware erkannt. Allerdings gibt es im punkto Hardware auch einige Fehler, wie z.B. die Netzwerk Nachkonfiguration, in der man nur mühselig neue Ethernet-Karten hinzufügen kann.

Eindrücke über Redhat Linux 7.2

Nach der Installation zeigt sich ein ordentliches System/Desktop, an dem nur wenige bis gar keine Änderungen vorgenommen werden müssen. Dem Linuxneuling werden es wohl die zahlreichen Konfigurations-GUIs antun, welche eine Skalierbarkeit ohne weiterreichenden Fachkenntnissen des Anwenders möglich machen. Mit den beiden "Paketverwaltern", up2date und/oder apt, wird RedHat im punkto Paketinstallation eine starke Konkurrenz zu Debian, welches auch wegen seinem apt äußerst bei fortgeschrittenen Linuxbenutzern beliebt ist. Ich differenziere mich hier etwas von up2date, da apt mehr Möglichkeiten bezüglich der Funktionen und der Skalierbarkeit bietet. Die apt-Installation läuft ohne Probleme ab, sodass nur noch die Paketquellen in die Datei /etc/apt/sources.list eingetragen werden müssen. Die Installation eines Pakets ist denkbar einfach: mit apt-cache search Programm suchen Sie sich das gewünschte Programm aus, und laden es schließlich mit apt-get install programmname runter (Beispiel).

Wie schon oben beschrieben, hat sich RedHat in den letzten Versionen stark bei der Hardwareerkennung verbessert. Dies zeigt sich besonders darin, das unser IDE-Brenner automatisch erkannt wurde, er in der Grub-Konfiguration eingetragen wurde sowie die nötigen Module geladen wurde, sodass er als SCSI statt IDE-Gerät agiert, was für den Betrieb eines IDE-Brenners nötig ist.

Gab es keine Probleme bei der Installation?

Die ADSL-Installation lief etwas problematischer ab. Die Version von rp-pppoe von RedHat wollte sich auf partout nicht bei T-Online anmelden. Allerdings schaffte eine Installation von einem der neusten Source-Pakete, welche auf der Homepage von rp-pppoe zu erhalten sind, Abhilfe. Besonders positiv fielen die Firewall und die wenigen gestarteten Serverdienste auf, was bei anderen Distributionen, zumindest in dieser Form, noch nicht zum Sicherheitsstandard gehört.

 

 

 




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